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Förderverein Archäologische Forschung Göttingen e.V. |
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Restaurierung von Metallfunden von Berend
Feddersen Funde aus
Metall, insbesondere aus Eisen, sind im Erdreich oft starker Korrosion
unterworfen. Eine Restaurierung ist gerade bei aussagekräftigen Fundstücken
daher unerlässlich. Einerseits geht es darum, die ursprüngliche Form möglichst
wiederherzustellen, die gegebenenfalls durch starke Rostaufblühungen verloren
gegangen ist. Andererseits gilt es, die Objekte vor weiterem Verfall zu schützen,
da sie nach dem Bergen dem Luftsauerstoff ausgesetzt sind, was eine schnellere
Korrosion zur Folge haben kann. Nach dem
Reinigen der Funde entfernt man zunächst grobe Anhaftungen mit einer kleinen
Schleifscheibe aus Korund oder ähnlich hartem Material. Bei Bunt- und
Edelmetallen wie Messing oder Gold und Silber kann dieser Arbeitsgang oft
entfallen, da sie nicht einer so starken Korrosion unterworfen sind. Um die
Originaloberfläche des Metallobjekts möglichst genau herauszuarbeiten, bedient
man sich beim nächsten Schritt einer Schleifscheibe, die meist aus einer
Mischung aus Gummi und Chrom oder ähnlichen Mischungen besteht.
Erscheinen gar
Prägungen oder Verzierungen, setzt man die Prozedur mit zylinder- oder kegelförmigen
Arbeitsgeräten fort. Nach Erkennbarwerden der Originaloberfläche, soweit nicht
durch Korrosion zerstört, geht man mit immer weicheren Schleifkörpern vor, bis
im Idealfall sogar eine Politur der Metalloberfläche möglich ist. Dabei ist
darauf zu achten, dass man die ursprüngliche Herstellungstechnik des Objekts
berücksichtigt, d.h. beispielsweise eher schlichte Gebrauchsgegenstände aus
Eisen nicht auf Hochglanz poliert werden. Bei sehr filigranen Funden kommt noch
ein Ultraschallbad in Betracht, um Restpartikel aus kleinsten Zwischenräumen zu
entfernen. Edelmetalle
sind naturgemäß viel einfacher zu restaurieren, da sie kaum einer Korrosion
unterworfen sind. Eisenfunde reagieren dagegen am stärksten auf Sauerstoff und
Feuchtigkeit und können unter ungünstigen Bedingungen bis zur Unkenntlichkeit
aufblühen. Bei vollständig durchgerosteten Eisenfunden bleibt dann oft nur
noch die Möglichkeit, den Fund chemisch zu härten und dann zu röntgen, um auf
diesem Wege herauszufinden, wie das Objekt einmal ausgesehen hat. Bei
Buntmetallfunden wie Kupfer oder Messing ist besondere Vorsicht geboten, da die
Korrosionsanhaftungen oft härter sind als das Material selbst. Aluminiumfunde
aus jüngerer Zeit, aber auch Bleiobjekte, werden in der Regel gar nicht
restauriert, da sich mit der Zeit ein weißlicher Belag auf den Metallen bildet,
der als eine Art Schutzschicht dient. Ist die
Oberflächenbehandlung abgeschlossen und eine eventuelle chemische Härtung des
Metalls vorgenommen, erhitzt man insbesondere Eisenfunde solange im Backofen,
bis die Restfeuchtigkeit aus dem Objekt verdunstet ist. Als Endbehandlung
bekommt der Metallfund nun noch einen Überzug aus beispielsweise Zaponlack, um
nachträgliches Verrosten oder Anlaufen zu verhindern. Der Fund ist nun fertig
zur weiteren wissenschaftlichen Untersuchung oder zur Ausstellung in einer
Vitrine. |
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Zwei verschiedene Münzen, vor und nach einer Restaurierung |